Konflikte im Kinderalltag: Wie Eltern ihre Kinder liebevoll und klar begleiten können

21. Juni 2024

Konflikte im Kinderalltag:

Wie Eltern ihre Kinder liebevoll und klar begleiten können

Kinder, die streiten

Die Bedeutung von Konflikten im Kindergartenalter

Streit, Konflikte unter Kindern ist ein relevantes Thema für Kinder UND JA, es gehört in diesem Alter zur sozialen und emotionalen Entwicklung dazu. Unsere Aufgabe als Eltern oder Erzieher ist es, sie darin liebevoll und mit Klarheit zu begleiten.

Durch eine Umfrage auf Instagram konnte ich erkennen, dass in den meisten Familien die Kinder mehrmals am Tag Konflikte untereinander haben. Vielleicht ist es in deiner Familie auch so?

Einführung in Kinderkonflikte

Ich beobachte zu gerne Kinder. Es ist für mich immer eine faszinierende Erfahrung. Ihre Interaktionen, Konflikte und Freuden bieten mir tiefe Einblicke in ihre Welt und können mir  wertvolle Lektionen lehren. Besonders spannend wird es für mich, wenn sich Kinder streiten.

 

Streit ist Teil des Wachstumsprozesses

Ein Beispiel aus dem Alltag

Lass mich mit einem Konflikt beginnen, den ich vor einigen Wochen beobachtet habe.

Der Konflikt um die rote Schaufel

An einem wunderschönen, sonnigen Tag im Sommer ging mein Spaziergang an einem Spielplatz vorbei und durfte zwei Jungen einer Freundin beobachten, die sich um eine rote Schaufel stritten. Sie waren beide damals etwa fünf und sechs Jahre alt. Einer der Jungen, nennen wir ihn Max, hatte die Schaufel in der Hand und behauptete energisch: „Ich hatte sie zuerst!“ Der andere Junge, Tom, stand neben ihm und erwiderte ebenso entschlossen: „Die lag da und dann habe ich sie genommen, jetzt ist sie mir.“

Konflikte als Lernchance begreifen

Die Reaktion der Mutter

Meine Freundin, die Mutter der Kinder, war auch auf dem Spielplatz. Sie ging langsam auf die Kinder zu, sagte den Kindern, was sie sah und hörte, und stellte sich nah zu ihnen, um sicherzustellen, dass sie nicht handgreiflich wurden. Sie teilte klar mit, dass sie es nicht zulasse, dass sie sich schlagen, hauen oder boxen.

Lösungsversuche und die Bedeutung von Geduld

Sie versuchte, mit spielerischen Ideen zu vermitteln. Sie schlug vor, dass die Kinder „Schnick, Schnack, Schnuck“ spielen könnten, um eine Lösung des Streites zu finden. Aber die Jungen lehnten ab. Auch ein Abzählvers oder die Idee, sich abzuwechseln und dabei auf die Uhr zu schauen, wurden nicht akzeptiert.

Ruhe bewahren und klare Grenzen setzen

Die Rolle der Beobachtung

Die Magie der Beobachtung lehrt uns, dass nicht jeder Streit sofort geschlichtet werden muss. Manchmal genügt es, einfach da zu sein, die Kinder liebevoll zu begleiten, aktiv zuzuhören und die Kinder dabei zu unterstützen, ihre eigenen Wege zu finden, auch wenn der Weg in diesem Augenblick keine Lösung des Konfliktes in unseren Augen hat.

Geduld und Vorbildfunktion

Die Mutter hatte Geduld und war mit ihrem Handeln, in Ruhe die Kinder zu begleiten und ihrer Empathie für beide Kinder, ein gutes Vorbild. Dies ist in diesem Alter meiner Ansicht nach wichtig, denn die Kinder beobachten uns Erwachsene ständig und ahmen unser Verhalten nach.

Wut akzeptieren und Grenzen setzen

Sie setzte vor allem den Kindern eine Grenze: dass sie sich nicht hauen, boxen, treten oder beißen dürfen, damit dieser Streit um die Schaufel in Respekt ausgetragen werden kann. Die Wut der Kinder wurde von der Mutter auch respektiert. Die Emotion Wut darf sein und darf auch in der Öffentlichkeit in aller Deutlichkeit gezeigt werden.

Reflektion zu Hause

Zu Hause könnte die Mutter für sich persönlich diese Situation mit „The Work“ nach Byron Katie analysieren und ihre eigenen Antworten finden. Sie könnte den Glaubenssatz „Meine Kinder sollen friedlich spielen“ mit den 4 Fragen, hinterfragen.

Abendliche Reflexion

Es ist meiner Ansicht nach wichtig, dass die Mutter am gleichen Abend in Ruhe mit den Kindern dieses gemeinsame Erlebnis des Konflikts reflektiert. Dies fördert ein lebendiges Familienleben und wirkt sich positiv auf die Kinder aus. Sie sollte in „Ich-Botschaften“ die vergangene Situation schildern – ohne Vorwürfe und ohne moralische Redensarten.

 

Die Natur kann uns als Lehrmeister dienen

Da ich nicht nur Familiencoach, sondern auch Naturcoach bin, kam mir eine Idee, die Elemente der Natur einzubeziehen. Man könnte am Abend die Kinder fragen, ob sie schon einmal von den Bäumen gelernt hätten, wie man Konflikte löst. Es wäre eine Idee, ihnen zu erzählen, dass Bäume im Wald oft um Licht und Raum kämpfen müssen, aber sie finden immer einen Weg, gemeinsam zu wachsen, ohne sich gegenseitig zu zerstören.

Die Mutter oder der Vater könnte mit den Kindern zusammen an einem anderen Tag zu einem nahegelegenen Teich gehen und Steine ins Wasser werfen. Das machen Kinder doch so gerne. Die Wellen, die die Steine verursachen, breiten sich immer sanft aus und verschwinden schließlich. Dieses Erlebnis könnte als Metapher erlebt werden: „Dieser Stein ist wie eure und meine Wut. Er ist schwer und hart. Aber was passiert, wenn wir ihn ins Wasser werfen?“ Wenn wir der Wut die Möglichkeit geben, kann sie weggehen – wenn wir sie loslassen.

 

Hier sind zwei wertvolle Tipps für dich, um deine Kinder liebevoll und effektiv durch Konflikte zu begleiten

Tipp 1: Beobachten und Raum geben

Wenn deine Kinder streiten, ist es wichtig, zunächst freilassend, wenn es dir möglich ist, ohne Bewertung sie zu beobachten, bevor du eingreifst. Halte dich zurück und gib deinen Kindern die Möglichkeit, ihre Konflikte selbst zu lösen. Dies fördert die Entwicklung ihrer sozialen und emotionalen Kompetenzen.

Tipp 2: Nachbesprechung und Reflexion

Nach einem Konflikt, Streit ist es hilfreich, die Situation mit deinen Kindern in Ruhe zu besprechen. Dies hilft ihnen, ihre Gefühle zu verstehen und alternative Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln. Verwende „Ich-Botschaften“ und ermutige deine Kinder, ihre Perspektive zu teilen.

 

Ein Gedanke zum Schluss

Erlaube bitte deinen Kindern zu streiten, denn: „Streiten und Gefühle zeigen ist ein wichtiger Entwicklungsprozess für die soziale- und emotionale Kompetenz im Kindergartenalter“.

Einladung zum Austausch

Und jetzt frage ich dich, liebe Leser*in: Wie reagiertst du, wenn deine Kinder streiten? Beobachtst du erst einmal oder greift ihr sofort ein? Welche Techniken verwendest du, um ihnen beizubringen, wie sie gegenseitig liebevoll und klar „Nein“ sagen können?

Teile bitte deine  Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren! Wir können alle voneinander lernen und gemeinsam wachsen – so wie die Bäume im Wald.

 

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Ich wünsche dir viel Freude und einen wohligen Tag, mit wunderbaren Erlebnissen.

Von Herzen grüße ich dich, Gudrun 

 

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zum : 

Zwei Frauen im Wald. Walk&Talk mit The Work; Gudrun Mohn

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