Ich werde laut bei meinem Kind – Was kann ich tun?

Die wahren Gründe hinter deiner Reaktion – und wie du im Alltag ruhiger werden kannst
Du stehst in der Küche. Dein Kind ruft zum dritten Mal.
Vielleicht bist du gerade mitten beim kochen oder aufräumen. Du willst schnell fertig werden und deine Gedanken sind vollkommen woanders.
Du willst gleich reagieren. Gleich zu deinem Kind hingehen.
Und dann merkst du, wie sich etwas in dir verändert.
Es wird enger in dir. Du wirst unruhiger.
Deine Geduld, die eben noch da war, scheint plötzlich verschwunden.
Du antwortest.
Schneller, als du eigentlich wolltest.
Schärfer. Vielleicht lauter.
Und kaum ist es passiert, kommt dieser leise Gedanke:
„So wollte ich nicht sein.“
„Ich stehe im Moment neben mir.“
„Das bin nicht ich … „
Viele Eltern kennen genau diese Momente.
Momente, in denen sie laut werden, obwohl sie ruhig bleiben wollten. Und oft bleibt danach ein Gefühl zurück, das schwer auszuhalten ist.
Vielleicht ist es Scham.
Vielleicht ist es Schuld.
Vielleicht macht sich die Erschöpfung breit?
Oder Gedanken wie diese:
Warum passiert mir das immer wieder?
Ich wollte doch ruhig bleiben.
Was kann ich tun, wenn ich immer wieder laut werde?
Wenn du dich darin wieder erkennst, dann ist wichtig:
Du bist damit wirklich nicht allein.
Und du bist vollkommen ok.
Du reagierst nicht so, weil du dein Kind nicht liebst.
Sondern weil in dir etwas wirkt, das in diesem Moment stärker ist als dein Vorsatz.
Und genau hier beginnt ein anderer Blick.
Warum du immer wieder so reagierst, obwohl du es anders willst
Vielleicht hast du dir schon oft vorgenommen, es anders zu machen.
Ruhiger zu bleiben. Geduldiger. Verständlicher.
Vielleicht hast du schon viele Erziehungsbücher gelesen, Podcast zu diesen Themen gehört und dich reflektiert.
Und trotzdem passiert es dir immer wieder.
Das ist der Punkt, an dem viele Eltern beginnen, an sich zu zweifeln.
Warum kriege ich das nicht hin?
Andere schaffen das doch auch.
Diese Fragen sind verständlich.
Und gleichzeitig führen sie oft tiefer in den Druck.
Denn in diesen Momenten reagierst du nicht aus deinem bewussten, ruhigen Anteil heraus.
Ein anderer Teil in dir übernimmt.
Schnell. Automatisch.
Oft ohne dass du es rechtzeitig bemerkst.
Vielleicht ist es ein Anteil, der sich überfordert fühlt.
Ein Anteil, der unter Druck steht.
Oder ein Anteil, der irgendwann gelernt hat, laut zu werden, um gehört zu werden.
Diese inneren Anteile sind nicht gegen dich.
Auch wenn sich ihre Reaktionen im Alltag schwierig anfühlen.
Sie versuchen oft, dich zu schützen. Es sind Überlebensstrategien.
Auf ihre Weise.
Und sie bringen Gedanken mit.
Gedanken wie:
Mein Kind hört nicht auf mich.
Ich muss das jetzt durchsetzen.
So geht das nicht weiter.
Diese Gedanken fühlen sich in dem Moment absolut wahr an.
Und genau das bringt dein inneres System in Stress.
Deshalb helfen viele Tipps im Alltag nicht weiter.
Du kannst wissen, dass du ruhig bleiben möchtest –
und es im entscheidenden Moment trotzdem nicht schaffen.
Nicht, weil du versagst.
Sondern weil etwas in dir schneller ist.
Was dir hilft, wenn du im Alltag mit deinem Kind überfordert bist
Veränderung beginnt oft nicht mit großen Schritten. Sondern mit etwas sehr Kleinem. Mit einem Moment, in dem du bemerkst:
Ah… da ist gerade etwas in mir aktiv.
Und genau hier können dir zwei kleine Impulse helfen, die du direkt im Alltag ausprobieren kannst:
1. Benenne innerlich, was gerade in dir da ist
Du musst nichts verändern.
Du musst nicht sofort ruhig werden.
Sag innerlich ganz schlicht, ganz ruhig:
Da ist gerade der erschöpfte Teil in mir.
Da ist der Teil, der Druck macht.
Bemerke wie geht es in diesem Moment deinem Körper? Wie atmest du? Nimm deinen Körper wahr und schenke ihm in diesem Augenblick deine Aufmerksamkeit.
Allein dieses Benennen und Bemerken schafft oft einen kleinen Abstand.
Du bist nicht mehr ganz in der Reaktion gefangen – du beginnst, dich wahrzunehmen.
2. Verlangsame dich um einen einzigen Moment
Nicht die Situation.
Nicht dein Kind.
Nur dich.
Du antwortest einen Moment später.
Du bewegst dich ein kleines bisschen langsamer.
Du lässt dir einen Augenblick mehr Zeit.
Das wirkt unscheinbar.
Und genau darin liegt seine Kraft.
Dein inneres System bekommt die Chance, nachzukommen.
Vielleicht spürst du, wie sich durch diese kleinen Schritte etwas verändert.
Nicht sofort alles, denn du bist keine Rakete.
Aber ein wenig mehr Raum , mehr Weite entsteht.
Dadurch bist du nicht mehr vollständig in deiner Reaktion gefangen.
Da ist ein Anteil in dir, der gerade wütend ist.
Und da bist du, die das bemerkt.
Da ist ein Anteil in dir, der gerade diese Wut bemerkt und diese anerkennt.
Und genau hier beginnt etwas Neues.
Wie du ruhiger werden kannst – ohne dich zu zwingen
Viele Eltern versuchen, ihre Reaktionen in den Griff zu bekommen.
Sie wollen sich zusammenreißen und sich besser kontrollieren.
Doch oft entsteht dadurch noch mehr Druck.
Ein anderer Weg beginnt damit, deine Gedanken kennenzulernen.
Denn deine Reaktion hängt eng damit zusammen, was du in diesem Moment denkst.
Mein Kind hört nie.
Ich verliere die Kontrolle.
So geht das nicht weiter.
Wenn du beginnst, diese Gedanken zu hinterfragen, entsteht Raum.
Ganz leise.
Ist das wirklich wahr?
Was passiert in mir, wenn ich das glaube?
Wie wäre ich ohne diesen Gedanken?
Diese Fragen öffnen und es kann etwas neues entstehen.
Du wirst innerlich weiter.
Ruhiger.
Und dein Handlungsspielraum wächst.
Ein neuer Umgang mit dir selbst verändert auch dein Kind
Wenn du beginnst, dich selbst besser zu verstehen, verändert sich etwas Grundlegendes.
Der innere Druck lässt nach.
Du reagierst nicht mehr ganz so schnell.
Du fühlst dich weniger ausgeliefert.
Und daraus entsteht etwas, das im Alltag spürbar ist:
Mehr Klarheit.
Mehr Ruhe.
Mehr Verbindung.
Nicht, weil du alles perfekt machst, sondern weil du auf eine andere, bewusste Weise präsent bist. Und dein Kind reagiert darauf.
Du musst das nicht alleine schaffen
Viele Eltern tragen innerlich den Gedanken:
Ich muss das alleine schaffen. Und genau das macht es oft schwer.
Wenn du merkst, dass du immer wieder laut wirst,
dass du dich überfordert fühlst oder dass du dir einen anderen Umgang wünschst, dann darfst du dir Unterstützung holen.
Nicht, weil du es nicht kannst.
Sondern weil du es nicht alleine machen musst.
Wenn du dir Unterstützung wünschst
In meinem Elternworkshop begleite ich dich genau auf diesem Weg.
Wir schauen gemeinsam,
warum du in bestimmten Momenten laut wirst
welche inneren Anteile in dir wirken
und wie du im Alltag ruhiger und klarer reagieren kannst
In einer kleinen Gruppe. In einer geschützten, ruhigen Atmosphäre.
Der Kurs findet an sechs Abenden in meiner Praxis in Bickenbach statt.
Wenn du beim Lesen spürst, dass dich etwas berührt hat,
dann ist das oft schon der erste Schritt.
Schreib mir gern „Kurs“.
Ich melde mich bei dir und wir schauen gemeinsam, ob es für dich passt.
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Gemeinsam finden wir deinen Weg zu einer Bindung, die euch beide trägt.
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Wenn du möchtest, begleite ich dich auf diesem Weg.
In meinen Elternworkshops findest du Raum, gemeinsam mit anderen Eltern zu entdecken, wie Stille, innere Sicherheit und ein reguliertes Nervensystem euren Familienalltag verändern können.
Und wenn du lieber individuell arbeiten möchtest, begleite ich dich in meinen Einzelsessions ganz persönlich – feinfühlig, ruhig und auf deine aktuelle Lebenssituation abgestimmt.
Beides kann dir helfen, innere Klarheit zu gewinnen und wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. Damit Stille zu etwas wird, das euch als Familie stärkt und trägt – wie ein leiser, verlässlicher Anker.
WENN DU FRAGEN HAST ODER MEINE UNTERSTÜTZUNG BRAUCHST …
Besuche die Kontaktseite und
schreibe mir eine Mail. Ich bin gerne für dich da.
Hast du manchmal den Gedanken:
„Ein Leitfaden für Kommunikation könnte ich gebrauchen?“
HOLE DIR DEN ELTERNGUIDE
Klare & liebevolle Kommunikation mit deinem Kind
Möge die Stille in eurem Zuhause zu einem Ort werden, an dem ihr Kraft sammelt, Frieden findet und einander wieder ganz nah seid.
Von Herzen grüße ich dich, Gudrun, dein Familiencoach in Bickenbach


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