Von innerem Chaos zu innerer Ruhe: Eine Transformation mit „The Work“ nach Byron Katie

26. Oktober 2023

Von innerem Chaos zu innerer Ruhe: Eine Transformation mit „The Work“ nach Byron Katie

Einmal nichts tun - Gudrun Mohn

 Vor einigen Wochen kam eine Klientin, Mutter von 3 Kindern, in meine Coaching-Praxis, MohnImpulse. Ich sah in ihren Augen die Last einer Geschichte, die sie mir mitgebracht hatte. Sie berichtete mir, dass sich ihre Schwiegermutter immer wieder über die vermeintliche Unordnung in ihrer Wohnung beschwerte. Ich spürte bei der Klientin, als sie von ihrer Geschichte erzählte, eine aufsteigende Wut, die so untypisch für sie war. Ihr Gesicht verkrampfte sich, und in ihrem Inneren brodelte es wie ein Vulkan oder wie ein Gewitter kurz vor dem Ausbruch.

Unsere Reise begann mit meinem Vorschlag, dieses Gefühlschaos mithilfe von „The Work“ nach Byron Katie zu durchleuchten. Gemeinsam formten wir ihren Glaubenssatz: „Meine Schwiegermutter beschwert sich über meine Unordnung.“ Ich lud sie ein, sich bequem hinzusetzen, wenn sie möchte, die Augen zu schließen und Antworten auf die vier Fragen, die auf sie warteten, einfach zu bemerken und sie laut zu äußern. 

 

Und genau dies war der Schlüssel zur Transformation der Gedanken. 

 

„Ist es wahr, dass deine Schwiegermutter sich über deine Unordnung beschwert?“, war die erste Frage. Sofort kam von ihr ein „Ja, klar“, über ihre Lippen. 

„Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?“, fragte ich in Ruhe weiter. Sofort antwortete sie deutlich mit einem: “Ja.“ 

„Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken glaubst?“, lautete die dritte Frage. Die Klientin begann, ihre Gedanken zu überprüfen. Ihre Wut, die wie ein Gewitter ausbrach, fand unter anderem Widerhall in Erinnerungen aus ihrer Kindheit. Sie sah plötzlich Bilder, Szenen mit ihrer Mutter, als sie etwa 9 Jahre alt war. Die Klientin beschrieb ihre kochende Wut, die schlechte Laune, das grün-gelbe Gallengefühl, welches sie in ihrem Körper spürte. Die Emotionen hatten sie im Griff. Ich hörte es an ihrer lauten Stimme , an ihren Äußerungen und sah es in ihrem verkrampften Gesicht. Sie berichtete mir vor allem vom Konflikt mit ihrer Mutter und sich selbst. Sie war dem Weinen sehr nahe.

Dann folgte eine Wende mit der vierten Frage: „Wer wärst du ohne den Gedanken?“ Ich bat sie, die Augen nochmal zu schließen und in sich hinein zu fühlen. Die Stille, die darauf folgte, sprach Bände. Ihre Wahrnehmung verschob sich, als würde ein Lichtstrahl die Dunkelheit durchbrechen. Ich sah, wie sie tief in sich hineinblickte, als würde sie durch eine klare Wasseroberfläche sehen. Ihr Gesicht entspannte sich, der Atem ging ruhig: “Ich wäre von diesem Gedanken nicht belastet. Ich würde mich glücklich und friedlich fühlen“, flüsterte sie. Die Klientin öffnete ihre Augen und lächelte. Die Schwere der Wut war gewichen, und sie teilte mir mit, dass in ihrem Inneren sich eine neue Leichtigkeit ausbreitete. Die vermeintliche Unordnung ihrer Wohnung war nicht mehr nur ein Ärgernis, sondern ein Spiegel für eine innere Unruhe, Unordnung, die nun ihre Lösung gefunden hatte.

Nach den vier Fragen kommen die Umkehrungen. Das heißt, du kehrst den Gedanken um. In dieser Geschichte meiner Klientin lautete die Umkehrung zu sich selbst so: „Ich beschwere mich über meine Unordnung.“ Bei den Umkehrungen geht es nie darum, sich oder eine andere Person zu beschuldigen. Es geht darum, mit den Gedanken zu spielen und einen Perspektivenwechsel einzunehmen. Es tut so gut, neue Gedanken zu bemerken. Meiner Klientin gingen die Augen auf: „Oh, ja, ich bin dabei, mich grün und blau über meine Schwiegermutter zu beschweren und bin dadurch in mir selbst gefangen.“ Es tauchten noch mehr Beispiele und Szenen mit ihrer Schwiegermutter auf. Sie bemerkte, dass sie den gleichen Anteil am Konflikt hatte.

Manchmal sind es nicht die Umstände, die uns belasten, sondern die Gedanken, die wir darüber hegen. Die Klientin verließ meine Praxis an diesem Tag mit einem leichteren Herzen. Sie hatte für sich erkannt, dass sie vor allem bereit war, ihre Unordnung in ihrem eigenen Inneren zu ordnen. Bis zu unserer nächsten Session wollte sie eine klare Liste für sich erstellen, was sie in ihrem Leben neu ordnen wollte. Sie fand zurück zu ihrer eigenen Energie und konnte anderen Herausforderungen, besonders den im Umgang mit ihrer Schwiegermutter, mit neuer Kraft und Klarheit begegnen.

Einmal nichts tun : Gudrun Mohn

Wie geht es dir, wenn du diese Geschichte ließt? Welche Gedanken tauchen bei dir auf? Schreibe mir gerne deinen Komentar. Ich freue mich darauf.

Wenn du Fragen hast, melde dich immer bei mir. Hast Du Lust darauf „The Work“ kennen zu lernen? Dann schau auf Termine und Kurse.

Herzliche Grüße, Gudrun

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